Über 680 Mitarbeitende engagieren sich für eine qualitativ hochwertige, wirtschaftliche und gerechte Gesundheitsversorgung der rund 3,75 Millionen gesetzlich Versicherten in Sachsen.
Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung wurden 2024 insgesamt fast 197.000 sozialmedizinische Stellungnahmen erstellt, 2025 stieg die Zahl auf 206.284.
Auch in der Pflegeversicherung blieb das Auftragsvolumen auf hohem Niveau. Die Pflegefachpersonen führten 2024 rund 210.700 Einzelfallbegutachtungen durch, 2025 waren es bereits mehr als 216.000. 2024 erfolgten 1.403 und 2025 2.185 Qualitätsprüfungen in Pflegeeinrichtungen.
Die Zahlen spiegeln die demografische Entwicklung im Freistaat wider: Bereits 27 Prozent der sächsischen Bevölkerung sind älter als 65 Jahre, mehr als 363.000 Menschen sind pflegebedürftig.
Ein Schwerpunkt der vergangenen beiden Jahre war die Vorbereitung auf neue Prüfaufgaben infolge der Krankenhausreform. Mit den sogenannten Leistungsgruppenprüfungen erhielt der Medizinische Dienst ein neues, anspruchsvolles Tätigkeitsfeld. Bis Juni 2026 müssen insgesamt rund 1.500 Prüfungen abgeschlossen werden. Dafür wurden bereits mehr als 100.000 Dokumente digital aufbereitet und neue Prüfprozesse etabliert.
Parallel dazu treibt der Medizinische Dienst Sachsen seine digitale Transformation voran. Mit der Einführung von KIM („Kommunikation im Medizinwesen“) werden Begutachtungsunterlagen künftig sicher, standardisiert und vollständig digital zwischen Arztpraxen, Krankenkassen und dem Medizinischen Dienst Sachsen ausgetauscht. Ziel ist eine schnellere und effizientere Bearbeitung von Begutachtungsverfahren.
Positiv bewertet wird die Arbeit des Medizinischen Dienstes Sachsen weiterhin von den Versicherten. Bei ihrer Befragung 2025 zeigten sich 84,4 Prozent mit der Pflegebegutachtung im Hausbesuch zufrieden. Auch telefonische Begutachtungen erreichten mit 80,7 Prozent hohe Zustimmungswerte. Die Arbeitsergebnisse des Medizinischen Dienstes Sachsen zeigen: Als verlässlicher Partner für Versicherte, Krankenkassen, Pflegekassen und weitere Akteure im Gesundheitswesen stehen im Mittelpunkt seiner Arbeit die Qualität, Transparenz und eine unabhängige Begutachtung im Interesse der Menschen in Sachsen. Den Jahresbericht finden Sie unter: Jahresberichte | Medizinischer Dienst Sachsen.
Weitere Hintergrundinformationen:
Der Medizinische Dienst Sachsen ist ein unabhängiger Gutachterdienst, der im gesetzlichen Auftrag die Kranken- und Pflegekassen in medizinischen und pflegerischen Fragen unterstützt und berät. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts, finanziert durch die GKV-Versicherten in Sachsen und unter der Rechtsaufsicht des Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, sind die Expertinnen und Experten des Medizinischen Dienstes Sachsen für fast 4 Millionen gesetzlich Versicherte in Sachsen zuständig. Der Medizinische Dienst Sachsen beschäftigte zum Ende 2025 insgesamt 682 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 331 Pflegefachpersonen und 124 ärztliche Gutachterinnen und Gutachter an den fünf Standorten Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Bautzen.
Kontakt:
Medizinischer Dienst Sachsen Corinna Thamm, Ref. Unternehmenskommunikation Am Schießhaus 1, 01067 Dresden Telefon: 0351 / 80005 2105 Mobil: 0151 / 6756 8502 E-Mail: Presse@md-sachsen.de
Über 800.000 Begutachtungen, Stellungnahmen und Prüfungen in zwei Jahren
Der Medizinische Dienst Sachsen hat in den Jahren 2024 und 2025 seine Rolle als unabhängiger Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung weiter gestärkt. Der jetzt veröffentlichte Jahresbericht 2024/2025 zeigt: Die Anforderungen an den Medizinischen Dienst steigen kontinuierlich – sowohl durch den demografischen Wandel als auch durch neue gesetzliche Vorgaben und die Digitalisierung im Gesundheitswesen.